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Als er im Zuge eines Filmdrehs Anfang 2015 am Tartscher Bühel vorbei kam, war er begeistert von der Schönheit der ihn umgebenden Kulturlandschaft. Von einem der Hauptdarsteller seines Films, dem Fotografen Gianni Bodini, wurde er gewarnt, er solle sich die Landschaft gut anschauen, denn in zehn Jahren werde es nur noch Apfelanlagen geben. – Darauf entgegnete und erinnerte er an die Volksabstimmung von 2014, bei der 76 Prozent der MalserInnen für eine pestizidfreie Gemeinde gestimmt hatten. Bodini meinte nur, dass zum Schluss Macht und Geld gewinnen würden.
Das Interesse hatte ihn gepackt. Sogleich wurde er von allen Seiten gewarnt: Wenn er dieses Thema angreife, würde niemand in Südtirol mehr mit ihm Geschäfte machen. Der Regisseur Alexander Schiebel dachte sich bloß: „Dann erst recht!“ So entstand die Idee zum Film “Das Wunder von Mals“. Dabei handelt es sich weniger um einen Film über Pestizide, sondern vielmehr um den Aufstand einer Gemeinschaft.
http://franzmagazine.com/2016/08/10/die-schoenheit-des-widerstandes-filmemacher-alexander-schiebel-ueber-das-wunder-von-mals/